Engemann Consulting - Informationsdienstleister für Recherche nach Wirtschaftsinformationen; Spezialgebiet: die mittel- und osteuropäischen Märkte
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Go East Beim Eintritt und Ausbau Ihrer geschäftlichen Aktivitäten in Ost- und Mitteleuropa unterstützen wir Sie durch: " Konzeption von Markteintrittsstrategien " Vermitteln von Geschäftskontakten / Geschäftsanbahnung " Besuch von Messen und Ausstellungen in Ihrem Auftrag " Marktanalysen / Branchenanalysen / Statistiken " Länderanalysen " Adressenbeschaffung / Unternehmensprofile Analyse des russischen Lebensmittelmarktes im Segment Käse Inhaltsverzeichnis 1 Aktuelle wirtschaftliche und politische Lage in Russland............................... 4 2 Stand, Entwicklung und Perspektiven des Marktes für Käse.......................... 8 2.1 Aktuelle Trends in der Marktentwicklung ....................................................... 8 2.2 Marktgrösse und Marktwachstum................................................................ 11 3 Konsumentenverhalten und Lebensstandard in Russland ........................... 13 3.1 Konsumentenverhalten in Russland ........................................................... 13 3.2 Entwicklung des Lebensstandards .............................................................. 15 3.3 Endverbraucherpreise für russischen und importierten Käse in Russland... 18 4 Russlands Importe von Käse aus den wichtigsten Herstellerländern Westund Osteuropas................................................................................................. 22 4.1 Hartkäse - Schnittkäse - Weichkäse ............................................................ 23 4.2 Käse aller Art, gerieben oder in Pulverform................................................. 24 4.3 Frischkäse, Molkenkäse und Quark............................................................. 25 4.4 Schmelzkäse ............................................................................................... 26 4.5 Blauschimmelkäse und anderer Käse mit Marmorierung............................. 27 5 Profile der zehn wichtigsten Käsehersteller in Russland.............................. 28 6 Profile sechs russischer Importeure ............................................................... 40 7 Internationale Käseproduzenten in Russland................................................. 45 8 Distribution in Russland (Handelsketten) ....................................................... 46 9 Fachmessen, Fachzeitschriften, Wirtschaftspresse, Verbände .................... 47 10 Ausblick ............................................................................................................. 51 Analyse des russischen Lebensmittelmarktes im Segment Käse Über diese Studie Erfahren Sie wichtige Zahlen, Fakten und Trends über den russischen Lebensmittelmarkt im Segment Käse. Die Berliner Unternehmensberatung Engemann Consulting analysiert in der aktuellen Marktanalyse den russischen Markt für Käseprodukte. Zudem werden die Verbraucher mit ihren Ansprüchen und Bedürfnissen betrachtet und zukünftige Entwicklungen skizziert. Welche Informationen Sie erhalten Kapitel 1 Sie bekommen grundlegende Informationen über die wirtschaftliche Lage des Landes (Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes, Inflation, Einkommen, Direktinvestitionen, Außenhandel, Wechselkurs) die perspektivische Entwicklung und das Potenzial Russlands. Es erfolgt zudem eine Einschätzung der politischen Situation. Abschließend wird die Lage in der Milchwirtschaft betrachtet. Kapitel 2 Beschrieben werden aktuelle Trends in der Marktentwicklung bezüglich des Käseverbrauchs und der Käseproduktion in Russland. Wieviel Käse konsumiert ein russischer Bürger im Jahr? Wie ist die Lage der einheimischen Hersteller? Es werden Aussagen zur Milchversorgung getroffen. Detailliert wird der Käsemarkt nach den in Russland beliebten Sorten betrachtet. Es wird zudem der Stellenwert, den internationale Käseproduktionen in Russland haben, untersucht. Sie bekommen Zahlen über Marktgröße und Marktwachstum bezogen auf russischen und auf importierten Käse. Kapitel 3 In diesem Kapitel steht das Konsumentenverhalten bzw. die Veränderung des Konsumentenverhaltens in den letzten Jahren im Vordergrund. Welcher Stellenwert hat deutscher Käse? Wie markentreu ist der russische Konsument? Welche Verpackungen werden bevorzugt? Wie entwickelt sich der Lebensstandard. In welchen Städten wird wieviel Geld verdient? Wie sind die Preise für verschiedene Käsesorten? Kapitel 4 Sie erhalten Auswertungen russischer Importstatistiken bezüglich fünf verschiedener Käsesegmente. Aus welchen Ländern importiert Russland welchen Käse in welchen Mengen. Welchen Stellenwert nehmen Importe aus Westeuropa ein? Kapitel 5 und 6 Es werden 10 der größten russischen Hersteller von Käsespezialitäten charakterisiert. Außerdem erhalten Sie die Koordinaten der Unternehmen einschließlich Internetadresse. In Kapitel 6 werden sechs große russische Importeure mit Koordinaten vorgestellt. Kapitel 7, 8 und 9 Stellenwert und Bedeutung internationaler Käsehersteller, die in Russland produzieren, werden beleuchtet. Kapitel 8 zeigt Stand und Entwicklung der Distributionswege auf. Es werden Handelsbetriebe (Einzelhandelsketten) vorgestellt. In Kapitel 9 erhalten Sie Hinweise und Informationen zu Fachmessen, Fachzeitschriften, Wirtschaftspresse und Verbände. KosemtikstudieDie Studie analysiert Stand, Entwicklung und Perspektiven des Kosmetik- und Parfümeriemarktes in Russland. Es werden Einschätzungen von Experten der Branche hinsichtlich des erwarteten Wachstums des Marktes und der Größe des zukünftigen Marktpotentials gegeben. In einer psychologischen Betrachtung wird der Stellenwert, den Kosmetik- und Parfümerieprodukte für russische Konsumentinnen einnehmen, analysiert. Es folgt eine Auswertung weltweiter Importstatistiken Russlands der Jahre 2001, 2002 und 2003. Anhand wichtiger Segmente des Parfümerie- und Kosmetikmarktes wird aufgezeigt, aus welchen Ländern und in welchem Wert Kosmetik- und Parfümerieprodukte hinsichtlich der verschiedenen Marktsegmente importiert wurden. Die Zahlen kennzeichnen die Entwicklung des Marktes. Des Weiteren wird die Situation russischer Kosmetikproduzenten be– schrieben. Die größten und wichtigsten Unternehmen werden vorgestellt. In dem Zusammenhang werden erfolgreiche Promotionskampagnen russischer Hersteller und großer Handelsunternehmen beschrieben. Die einflussreichsten Akteure des Groß- und Einzelhandels werden analysiert sowie entsprechende Allianzen mit großen „playern“ des Parfümeriefacheinzelhandels aus Westeuropa betrachtet. Eine Beschreibung wichtiger Joint Venture zwischen Unternehmen aus Russland bzw. Westeuropa bilden einen weiteren Aspekt der Studie. Wirtschaftsinformationen Russland Januar 2005 Einführung Politische Situation Wirtschaftspolitik Wirtschaftliche Eckdaten Außenwirtschaft Beziehungen Russland – Deutschland im Bereich Wirtschaft Engagement deutscher Unternehmen in Russland Einführung Nach seiner Wiederwahl im März 2004 zum Präsidenten der Russischen Föderation erklärte Wladimir Putin, dass er die begonnenen Reformen fortsetzen werde, um Russland auf demokratischem Wege zu wirtschaftlicher, politischer und sozialer Stabilität und Wohlfahrt zu führen. Obwohl es im Zusammenhang mit der Tschetschenischen Republik politische Turbulenzen gegeben hat, kann Russland auch im Jahr 2004 hohes Wirtschaftswachstum aufweisen. Aufgrund der hohen Rohölpreise kam es zu hohen Erträgen im Ölsektor. Diese wiederum stimulierten die anderen Branchen der russischen Wirtschaft und führten zu einem Wachstum des realen Bruttoinlandprodukts von 7,4%. Im ersten Quartal 2004 nutzte Russland die günstigen Wirtschaftsbedingungen und zahlte seine Außenschulden an internationale Organisationen termingemäß zurück. Schwerpunkt der zweiten Amtszeit von Präsident Putin sind die Reformen des Steuersystems, Bildungs-, Gesundheits-, Wohnungs- und Sozialwesens. Einige Reformen wurden schon im Laufe des Jahres umgesetzt, die anderen sind für die nahe Zukunft geplant. Die deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen entwickelten sich im Jahre 2004 sehr gut. Die deutschen Unternehmen betrachten den russischen Markt nicht nur als großen Absatzmarkt für ihre Produkte. Sie sehen auch die Vorteile der Errichtung von Produktionsstandorten in Russland sowie die Möglichkeit die anderen GUSLänder von Russland aus zu beliefern. Obwohl der Handel immer noch den größten Anteil an den wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Russland ausmacht, engagieren sich mittlerweile viele deutsche Unternehmen direkt in Russland und investieren in Entwicklung und Ausbau ihrer Vertriebs- und Handelsnetze. Wirtschaftsinformationen Polen Januar 2005 Einführung Politische Situation Wirtschaftspolitik Wirtschaftliche Eckdaten Außenwirtschaft Wirtschaftsbeziehungen Deutschland – Polen Einführung Der Beitritt Polens in die Europäische Union am 1. Mai 2004 kommt einem Wendepunkt in seiner ökonomischen und politischen Geschichte gleich. Er ist die Folge fünfzehnjähriger Veränderung und Entwicklung des Landes. Heute werden mehr als 75% des BIP im privaten Sektor produziert. Die Wirtschaft ist in die der westeuropäischen Länder integriert und die Inflationsrate gering. Nach anfänglichem Rückgang wächst die Produktion seit mehr als 10 Jahren und dem durchschnittlichen polnischen Bürger geht es heute besser als früher. Jedoch ist die Arbeitslosigkeit nach wie vor hoch. Seit 1998 gehen die Zahlen der Erwerbstätigen ständig zurück. Um das Problem zu beseitigen, muss die Produktivität erhöht werden, Arbeitsplätze geschaffen werden sowie das Pro-Kopf- Einkommen (es beträgt 41% des OECD-Niveaus) erhöht werden. Politische Situation Am 1.Mai 2004 trat die Republik Polen zusammen mit der Tschechischen Republik, Estland, Lettland, Litauen, Ungarn, der Slowakei, Slowenien, Malta und Zypern der Europäischen Union bei. Polen hatte einen schweren politischen Start in die EU. Wegen wirtschaftlicher Probleme des Landes trat am 2. Mai 2004 Ministerpräsident Leszek Miller zurück. Der an seiner Stelle vom Präsidenten ernannte Marek Belka trat ebenfalls bereits am 14. Mai 2004 zurück. Zwei Wochen nach seinem Amtsantritt verlor der parteilose Wirtschaftsfachmann die Vertrauensabstimmung mit 188 von 460 Stimmen der Sejm-Abgeordneten. Da Staatspräsident Aleksander Kwasniewski Belka als Regierungschef behalten wollte und das Parlament keinen neuen Kandidaten innerhalb der zwei Wochen nach Belkas Rücktritt vorschlagen konnte, wurde Marek Belka erneut zum Ministerpräsidenten ernannt.
Abstract: Analyse und Beschreibung des Marktes für Möbel in Russland Ausgehend von einem Überblick über die aktuelle wirtschaftliche Situation in Russland wird die Entwicklung des Einkommens (Lebensstandard) seit dem Jahre 2000 betrachtet, insbesondere werden die regionalen und branchenspezifischen Unterschiede hinsichtlich der Einkommen beschrieben. Das Neubau und Sanierungspotential stehen in direktem Zusammenhang mit der Entwicklung des Möbelmarktes, somit schließt sich ein Überblick über die Bauwirtschaft in Russland an. Im zweiten Kapitel werden die Lage und das Potential mit Angaben von Gesamt-umsatz und Wachstumsraten des russischen Möbelmarktes analysiert. In dem Zusammenhang werden Entwicklungsszenarien bis zum Jahre 2015 vorgestellt. Die Segmente des Möbelmarktes werden skizziert und ein Ausblick auf wahrscheinliche Wachstumsraten der einzelnen Segmente gegeben. Die zu erzielenden Preise spielen bei Exportentscheidungen eine große Rolle, zumal die Logistikkosten bei Exporten von Möbeln nicht zu vernachlässigen sind. Deshalb fließen die Ergebnisse von Preisrecherchen bezüglich der Preissetzung in Russland von Möbel aus West-europa mit in die Analyse ein. Russland importiert große Anteile der im Lande verkauften Möbel. Es folgt eine grafische Auswertung weltweiter Importstatistiken Russlands der Jahre 2002 - 2004. Anhand wichtiger Segmente des Möbelmarktes wird aufgezeigt, aus welchen Ländern und in welchem Wert Möbel hinsichtlich der verschiedenen Marktsegmente importiert wurden. Die Zahlen kennzeichnen die Entwicklung des Marktes. Im vierten Kapitel werden zwölf russische Möbelproduzenten mit Adressangaben vorgestellt. Es folgen die Profile großer Importeure und großer Handelshäuser. Ob-wohl sich die russische Möbelindustrie in den letzten Jahren dynamisch entwickelt hat, bestehen nach wie vor Probleme. Sie werden aufgezeigt, denn sie begründen die Chancen westlicher Exporteure. Die folgenden Kapitel beschreiben die sich entwickelnden Distributionssysteme, geben Hinweise auf Informationsressourcen wie Messen, Fachzeitschriften und Internetportale. Fragen der Zollabwicklung und Zertifizierung, logistische Risiken sowie Aspekte der interkulturellen Kommunikation zwischen Deutschen und Russen werden in den letzten Kapiteln behandelt. Aktuelle wirtschaftliche Lage in Russland 5 Lebensstandard der Bevölkerung 6 Lage und perspektivische Entwicklung der Bauwirtschaft 8 Stand und Entwicklung der Möbelindustrie in Russland 13 Überblick über den russischen Möbelmarkt und sein Potential 13 Segmente des russischen Möbelmarktes 16 Anforderungen russischer Konsumenten an Möbel 19 Preispolitik 20 Möbelproduktion in den Regionen 21 Russlands Möbelimporte aus den wichtigsten Herstellerländern 23 Büromöbel aus Holz 23 Drehstühle mit variabler Höhenverstellung 24 Gepolsterte Sitzmöbel 25 Möbel aus Holz für Ess- und Wohnzimmer 26 Küchenmöbel 27 Schlafraummöbel aus Holz 28 Profile von zwölf Möbelproduzenten in Russland (mit Adressenangabe) 29 Profile russischer Importeure (mit Adressenangabe) 40 Profile russischer Möbelhandelshäuser (mit Adressenangabe) 43 Probleme russischen Produzenten - Chancen deutscher Hersteller 43 Internationale Unternehmen in Russland 45 Distributionswege in Russland 47 Fachmessen, Fachzeitschriften, Wirtschaftspresse, Internetadressen 49 Zollmodalitäten 52 Reform der russischen Zollverwaltung 52 Die Wirtschaftsbeziehungen zu den GUS-Ländern, den EU-Ländern und zu den Entwicklungsländern 53 Wareneinfuhr in die Russische Föderation 53 Zertifizierung 57 Rechtsformen 59 Transportwege und logistische Risiken 61 Interkulturelle Unterschiede / Kommunikationsrisiken 62 Ausblick 63 Der russische Möbelmarkt: Der Import wird weiter wachsen! Von Sigrid Engemann, Engemann Consulting, Berlin Die seit dem Jahre 1999 anhaltende positive wirtschaftliche Entwicklung in Russland hat auch zu einer spürbaren Verbesserung des Lebensstandards der Bevölkerung in großen Städten und wirtschaftlich dynamischen Regionen geführt. Die wirtschaftliche Dynamik ist abzulesen an den Wachstumsraten des Bruttoinlandsproduktes. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate lag in den Jahren 2000 – 2005 bei über 6%. Für 2006 wird ein Wirtschaftswachstum von 6,2% prognostiziert. Erlebbar wird die dynamische Entwicklung beim Besuch der großen Städte wie Moskau, St. Petersburg, Nishni Nowgorod, Ekaterinburg, Krasnodar. Noch 1996 war die Twerskaja in Moskau eine grau und unwirtlich wirkende Straße ohne attraktive Cafes, Restaurants und Boutiquen. Heute pulsiert hier das Leben und sie zählt zu den attraktiven Flanier- und Einkaufsstraßen Europas mit äußerst trendigen Shops, in denen die Modelabels der Welt gekauft werden. Hier spiegelt sich die Konsumfreude der neuen russischen Verbrauchergeneration wider. Sie setzt sich fort in den großen am Rande von Moskau und anderen Städten Russlands bereits entstandenen und projektierten großen Einkaufs- und Geschäftszentren. Ausdruck des boomenden Russland ist das gigantische Bauprojekt Moskau-City. Auf 2,5 Millionen Quadratmetern Nutzfläche entsteht ein ehrgeiziger Wohn-, Vergnügungs- und Geschäftskomplex. Das herausragende Gebäude von Moskau-City wird das Hochhaus „Federation Tower“ sein. Mit 440 Meter Höhe ist es nach der Fertigstellung im Jahre 2008 das höchste Hochhaus Europas. Die Anzahl der Bauprojekte ließe sich in großer Zahl fortsetzen. Sie reichen von Wohnungen, Geschäfts- und Bürokomplexen bis hin zu Hotels und Ferienanlagen. Russland erlebt zurzeit einen Bauboom, der sich nicht nur auf Moskau und St. Petersburg beschränkt, sondern sich auch auf zahlreiche Regionen erstreckt. Baukonjunktur forciert Möbelnachfrage Nachholbedarf und die gute Baukonjunktur haben in den letzten Jahren eine stetig steigende Nachfrage nach Möbeln in allen Preiskategorien angestoßen, die sich in den nächsten Jahren fortsetzen wird. Im Zeitraum 1999 – 2003 weist die russische Möbelindustrie Wachstumsraten von durchschnittlich 17% auf. Seither steigt der Gesamtumsatz jährlich um 15 – 25%. Experten gehen davon aus, dass die Nachfrage auf dem russischen Möbelmarkt in den nächsten Jahren weiterhin von überdurchschnittlicher Dynamik geprägt sein wird. In Kürze wird ein Marktvolumen von ca. 6 Mrd. US-$ erreicht sein. Angesichts der eher verhaltenen Entwicklung des Möbelmarktes in Westeuropa ist Russland für westliche Möbelproduzenten sehr attraktiv. Da die russische Möbelproduktion die Nachfrage bei weitem nicht decken kann, haben Importmöbel in den nächsten Jahren beste Marktchancen. Obwohl die Anzahl der russischen Möbel- produzenten wächst – es existieren ca. 6.000 zum Teil sehr kleine Unternehmen – ist die einheimische Industrie dem Druck der Konkurrenz aus Westeuropa in puncto Design und Qualität nur bedingt gewachsen. Insbesondere das obere und mittlere Preissegment wird von Importmöbeln besetzt. Im Jahre 2004 lag der Marktanteil der Einfuhren bei ca. 50% und es ist davon auszugehen, dass er weiter steigen wird. Deutschland lag dabei mit einem Importanteil von 7,5% an den gesamten russischen Möbelimporten nach Italien mit einem Anteil von 24,2% an zweiter Stelle. In obiger Abbildung sind die Importe Russlands mit der Warennummer 940360 der Außenhandelsstatistik dargestellt. Es sind Holzmöbel für Ess- und Wohnzimmer und Holzmöbel für Geschäftseinrichtungen. Möbel dieses Segmentes wurden insgesamt in folgenden Werten von Russland in den Jahren 2002 – 2005 importiert: Im Jahre 2003 betrug die Steigerungsrate der gesamten Importe Russlands dieser Kategorie 14%, 2004 lag sie bei 34% und im Jahre 2005 bei 21%. Insgesamt lebt die durchschnittliche russische Familie auch heute noch in sehr kleinen Wohnungen, in Gebäuden, die dringend saniert werden müssen bzw. nicht mehr zu sanieren sind. Trotz des gewaltigen Bauvolumens der letzten Jahre bleibt der Wohnungsbedarf in den nächsten 20 Jahren hoch. Derzeit sind ca. 70% der Russen mit ihren Wohnverhältnissen unzufrieden. Die russischen Haushalte haben zwar in den letzten Jahren zunehmend Geld in ihre Wohnungen gesteckt, doch gab man eher dem Kauf neuer Elektronikgeräte wie z.B. Kühlschränken, Farbfernsehern und Videogeräten den Vorzug vor der Erneuerung des Mobiliars. In der ehemaligen Sowjetunion wurden fast ausschließlich standardisierte Möbel hergestellt – Schrankwände, Kücheneinrichtungen, Polstermöbel. Viele Wohnungen waren zum Verwechseln ähnlich eingerichtet wie in dem in Russland bekannten sowjetischen Kultfilm „Ironie des Schicksals“ auf humorvolle Art dargestellt. Dementsprechend ist heute der Nachholbedarf sehr groß. Trotz aller positiven Entwicklungen auf dem Möbelmarkt ist er nach wie vor nicht ausreichend ausgebildet. Dies betrifft sowohl die Produktion als auch den Handel, der keine klaren Strukturen aufweist. So sind die meisten großen Möbelakteure in Russland in Produktion und Handel tätig. Außerdem importieren und vertreiben sie ausländische Möbelmarken. Angebot und Anspruch nicht identisch Der größte Hersteller von Möbeln in Russland ist „Shatura“. In fast jeder größeren Stadt gibt es „Shatura- Salons“ bzw. von ihnen belieferte Möbelfachgeschäfte. Design und Auswahl entsprechen jedoch vielfach nicht den Anforderungen der selbstbewussten, gut informierten und anspruchsvollen russischen Konsumenten. Diese Situation trifft auch auf viele andere russische Hersteller zu. Das Möbelangebot ist insbesondere für Kunden mit durchschnittlichem Einkommen zu klein und das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht ausgewogen. Das heißt, es werden Möbel geringwertiger Qualität zu viel zu hohen Preisen angeboten. Sehr großes Interesse löste daher die Eröffnung des ersten IKEAMöbelhauses im Jahre 2000 in Moskau aus, denn nun wurden Wohnlösungen für die in beengten Wohnungen lebenden Russen zu erschwinglichen Preisen angeboten. Für IKEA gehören Moskau und die Standorte St. Petersburg und Kasan zu den erfolgreichsten Standorten weltweit. Hang zum Luxuriösen Wer kann sich überhaupt die in Russland sehr teuren Importmöbel z.B. aus Deutschland leisten. Fakt ist, dass die Durchschnittslöhne heute fast 14 mal so hoch sind als 1992. Die Löhne wachsen kontinuierlich. Der Durchschnittslohn betrug im Jahre 2001 111 US-$, im Jahre 2005 belief er sich auf 302 US-$. Allerdings sagen die Durchschnittslöhne nicht viel über das tatsächlich zur Verfügung stehende Einkommen immer größer werdender Bevölkerungskreise aus. In bestimmten Branchen (z.B. IT, Telekommunikation, Medien, Öl- und Gasindustrie) steigen die Gehälter viel rasanter, als es statistische Durchschnittswerte suggerieren. Insbesondere Führungskräfte und rare Spezialisten erhalten vielfach hohe Zuschläge. Diese Besserverdiener achten beim Kauf von Einrichtungsgegenständen auf gutes Design und Qualität, Exklusivität und Prestige, weniger auf den Preis. In Russland gehen wesentlich mehr Angehörige der Mittelschicht ihrem Hang zum Luxuriösen nach als in Deutschland. Zudem nehmen Verbraucher in steigender Anzahl Kredite auf. In den nächsten fünf Jahren rechnen Experten mit einem Anstieg der Konsumentenkredite um jährlich bis zu 30%. Diese Entwicklungen liefern beste Voraussetzungen für ein Engagement deutscher Möbelproduzenten. Es sollte jedoch nicht außer Acht gelassen werden, dass sich der Markt sehr schnell entwickelt, d.h. dass einerseits die russischen Produzenten ihre Möbel ständig verbessern und dass andererseits viele internationale Unternehmen am russischen Markt interessiert sind. Ein Eintritt in den russischen Markt sollte dementsprechend nicht zu weit in die Zukunft verschoben werden. . M Ä R K T E MÖBELMARKT 9/2006 3 Die seit dem Jahre 1999 anhaltende positive wirtschaftliche Entwicklung in Russland hat auch zu einer spürbaren Verbesserung des Lebensstandards der Bevölkerung in großen Städten und wirtschaftlich dynamischen Regionen geführt. Die wirtschaftliche Dynamik ist abzulesen an den Wachstumsraten des Bruttoinlandsproduktes. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate lag in den Jahren 2000 – 2005 bei über 6%. Für 2006 wird ein Wirtschaftswachstum von 6,2% prognostiziert. Erlebbar wird die dynamische Entwicklung beim Besuch der großen Städte wie Moskau, St. Petersburg, Nishni Nowgorod, Ekaterinburg, Krasnodar. Noch 1996 war die Twerskaja in Moskau eine grau und unwirtlich wirkende Straße ohne attraktive Cafes, Restaurants und Boutiquen. Heute pulsiert hier das Leben und sie zählt zu den attraktiven Flanier- und Einkaufsstraßen Europas mit äußerst trendigen Shops, in denen die Modelabels der Welt gekauft werden. Hier spiegelt sich die Konsumfreude der neuen russischen Verbrauchergeneration wider. Sie setzt sich fort in den großen am Rande von Moskau und anderen Städten Russlands bereits entstandenen und projektierten großen Einkaufs- und Geschäftszentren. Ausdruck des boomenden Russland ist das gigantische Bauprojekt Moskau-City. Auf 2,5 Millionen Quadratmetern Nutzfläche entsteht ein ehrgeiziger Wohn-, Vergnügungs- und Geschäftskomplex. Das herausragende Gebäude von Moskau-City wird das Hochhaus „Federation Tower“ sein. Mit 440 Meter Höhe ist es nach der Fertigstellung im Jahre 2008 das höchste Hochhaus Europas. Die Anzahl der Bauprojekte ließe sich in großer Zahl fortsetzen. Sie reichen von Wohnungen, Geschäfts- und Bürokomplexen bis hin zu Hotels und Ferienanlagen. Russland erlebt zurzeit einen Bauboom, der sich nicht nur auf Moskau und St. Petersburg beschränkt, sondern sich auch auf zahlreiche Regionen erstreckt. Baukonjunktur forciert Möbelnachfrage Nachholbedarf und die gute Baukonjunktur haben in den letzten Jahren eine stetig steigende Nachfrage nach Möbeln in allen Preiskategorien angestoßen, die sich in den nächsten Jahren fortsetzen wird. Im Zeitraum 1999 – 2003 weist die russische Möbelindustrie Wachstumsraten von durchschnittlich 17% auf. Seither steigt der Gesamtumsatz jährlich um 15 – 25%. Experten gehen davon aus, dass die Nachfrage auf dem russischen Möbelmarkt in den nächsten Jahren weiterhin von überdurchschnittlicher Dynamik geprägt sein wird. In Kürze wird ein Marktvolumen von ca. 6 Mrd. US-$ erreicht sein. Angesichts der eher verhaltenen Entwicklung des Möbelmarktes in Westeuropa ist Russland für westliche Möbelproduzenten sehr attraktiv. Da die russische Möbelproduktion die Nachfrage bei weitem nicht decken kann, haben Importmöbel in den nächsten Jahren beste Marktchancen. Obwohl die Anzahl der russischen Möbel- 2 MÖBELMARKT 9/2006 Der russische Möbelmarkt: Der Import wird weiter wachsen! Von Sigrid Engemann, Engemann Consulting, Berlin (Foto: photocase.com) China Frankreich Deutschland Italien Polen Spanien Ukraine Importe Russlands – Möbel aus Holz Ausführlichere Informationen über den russischen Möbelmarkt: „Analyse des russischen Möbelmarktes“ von Engemann Consulting. Jahr Importwert in US-$